Wer steckt denn da unter der Maske? - Die neuen 5.-Klässler am Anno-Gymnasium
Die Erwartungen vieler Eltern und Mitwirkenden der Schule waren dieses Jahr wohl etwas gedämpfter. Wie sollte die Einschulung der 5.-Klässler unter Corona-Bedingungen werden?
Eltern sitzen mit ihren Kindern in Abstand zu anderen Familien. Unter den Masken sieht man nur einen Teil der Gesichter - die Gefühle, wie etwa Vorfreude, Spannung oder Aufregung, sind kaum zu erkennen. Kein Chor darf singen, nur wenige aus den älteren Klassen dürfen etwas aufführen. Alles wegen Corona. Allgegenwärtig und jeden Lebensbereich beeinflussend.

Und dennoch!

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Allen Beteiligten gelang es, den neuen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern ein herzliches Willkommen am Anno-Gymnasium zu bereiten. Die Veranstaltung wurde fünf Mal für jede Klasse einzeln durchgeführt, um den Gesundheitskriterien umfänglich gerecht zu werden. Dies hieß aber auch die Reden fünf Mal zu halten, das Musikstück fünf Mal zu spielen, den Sketch fünf Mal vorzuführen. Das ist allen Beteiligten jedes Mal mit höchster Konzentration und Begeisterung für die Zuschauer gelungen.

Und so zeigte sich im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung in dem neuen Klassenraum der jeweiligen Klasse die erste Entspannung und Vorfreude auf das neue Leben am Anno. Die Kinder wurden munterer und aufgeschlossener, vielleicht auch weil die meisten ein bekanntes Gesicht oder einen Freund aus der Grundschule in ihrer Klasse fanden.

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Hilfreich war dabei wie immer die Einführungswoche am Anno, in der die Kinder sich selbst, die neue Klasse, das Schulgebäude, die neuen Fächer und ihre neuen Lehrerinnen und Lehrer kennen lernen. Bei der Schulrallye erkundeten sie in kleinen Gruppen die Orte im Schulgebäude, die wichtig für sie sind. Damit keiner verloren geht, unterstützten die Paten und alle anderen in der Schulgemeinschaft die Kinder. Den Weg zu den Spiel- und Kletterplätzen hatten sie sowieso von allein gefunden. Beim gemeinsamen Mittagessen lernten sie das Bistro kennen und nun wissen sie, wie sie kulinarisch den Ganztag bestehen. Auch die Wahl aus der langen Liste der AG-Möglichkeiten machte Lust auf mehr Schule. Und die schönen Ganztagsräume haben einige Schülerinnen und Schüler gleich in der ersten Woche genutzt zum Spielen und Entspannen.

Jetzt können die Schülerinnen und Schüler ihren regulären Unterricht starten und erleben, dass sie Teil der Schulgemeinschaft sind und schon gar nicht mehr so fremd. Und nach einer Woche sagen die meisten Kinder, dass es am Anno toll sei, sie sich wohl fühlen und von den anderen in der Klasse viel erfahren haben. Sie sind also angekommen.

Und ein kleiner Trost für den schwierigeren Start ist es vielleicht, dass sie im Vergleich zu anderen Jahrgängen die kurioseren Einschulungsbilder haben. Hoffentlich mit Seltenheitswert.

Text: Karin Kranz
Fotos: Jana Jones