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Unser Anno-Bistro


Im vergangenen Herbst startete auf Anregung der Schülerinnen und Schüler ein Pilotprojekt am Anno-Gymnasium: Nachdem sie ein überzeugendes Konzept vorgelegt hatte, das sowohl die Schulleitung als auch die IT-Abteilung der Stadt Siegburg überzeugte, wurde die Klasse 8a als erste Klasse des Anno-Gymnasiums mit Tablets ausgestattet. 
Die Erwartungen und die Freude bei den Mittelstufenschülerinnen und -schülern waren groß, nicht nur wegen der medialen Neugierde der Dreizehnjährigen. Sie selbst planten und überlegten mit, wie der Schulalltag zu organisieren sei, damit der Einsatz der von der Stadt Siegburg bereitgestellten I-Pads reibungslos laufen konnte. Technische Voraussetzungen mussten geschaffen und die Verantwortung der Schülerinnen und Schüler bestärkt werden. Jedem Schüler wurde ein I-Pad zugeteilt. Der Name auf dem Gerät weist die Benutzerin bzw. den Benutzer aus, die/der für den sorgfältigen Umgang mit dem Medium verantwortlich ist. Zum Schutz werden die Tablets in großen, mit Codes gesicherten Koffern, die gleichzeitig als Ladestation fungieren, im Klassenraum aufbewahrt. Somit sind jederzeit alle Tablets startklar zur Benutzung. 

Tabletklasse
Foto: Engel

Ein großer Vorteil in der Nutzung – das mag erstaunen – kommt der Schüler-gesundheit zu Gute. Die gedruckten Schulbücher bleiben zu Hause, denn in der Schule stehen sie nun in digitaler Form zur Verfügung. Das entlastet die Schultasche und damit auch den Rücken. Neue Visualisierungsmethoden ergänzen die Vorteile. Schulbuchseiten können auf dem großen Monitor im Klassenraum projiziert werden, so dass das Lernmaterial durch Markierungen für alle Schülerinnen und Schüler sichtbar strukturiert werden kann. Recherche- und Präsentations¬aufträge können unabhängig von den Computerräumen erledigt werden.
Dabei ersetzen die Tablets aber nicht die normalen, traditionellen Methoden des Unterrichts, sondern bereichern diese. Nicht in jedem Fach und für jedes Unterrichts¬thema bietet sich der Einsatz jedoch dogmatisch an. Das Lesen gedruckter Texte in analoger Form ist nicht abgeschafft. Das traditionelle Schreiben mit Schreibgeräten auf Papier wird in sinnvoller Weise weitergeführt. Und das nicht nur, weil noch keine Tabletstifte zur Verfügung stehen. Traditionelles schulisches Arbeiten und moderne Technik sollen inhalts- und situationsabhängig miteinander kombiniert werden.
Und wie ist die Reaktion der Schüler nach den ersten Wochen mit den Tablets? Sie sind weiterhin begeistert, scheinen aber schon wieder voller Tatendrang und Innovations¬geist. Sie selbst zeigen weitere Möglichkeiten auf, wie die Verbesserung der technischen Voraussetzungen den Unterrichtseinsatz noch optimieren könnte.
Die Achtklässler sind auf dem richtigen Weg. Als Pioniere der Schulentwicklung haben sich die jungen Anwenderinnen und Anwender aufgemacht in die sinnvolle Gestaltung ihrer eigenen digitalen Zukunft, sie selbst reflektieren die Richtung des Weges und haben Visionen eines Ziels: Die Ausweitung der Nutzung neuer Medien unter guten technischen Voraussetzungen zum zielgerichteten Einsatz im Unterrichts¬geschehen und zum optimalen Kompetenzerwerb.
Hut ab vor dem Engagement und dem Innovationsgeist der Schülerinnen und Schüler!