Zu einem unvergesslichen Erlebnis für Schüler, Eltern und Lehrer gestaltete sich die Dreiländertour der Radsport-AG des Anno-Gymnasiums von Siegburg über Monschau und Bastogne nach Trier.
Neben den sportlichen Herausforderungen an die Tour, die mit weit über 2000 Höhenmetern und Streckenlängen bis 130 km vor allem den beteiligten Jüngsten mit 13 Jahren und den Mädchen alles abverlangten, erfuhren die Schüler auch eine Menge Interessantes über die durchquerten Regionen.


DreilndertourHP

Mit gut recherchierten Vorträgen referierten sie während der Etappen über den Nationalpark Eifel, die Historie der länderverbindenden Vennbahn von Aachen nach Luxemburg, die Ardennenoffensive des zweiten Weltkriegs sowie über die Gründung der EU und die Bedeutung Luxemburgs. Ein „Muss“ war natürlich am Wendepunkt des ältesten Radklassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich legendäre Geschichten über das Rennen und ein Erinnerungsfoto. Beeindruckend waren die Mädchen und Jungen auch von einem Gespräch mit einem 94 jährigen Zeitzeugen, der als damals 20jähriger an der Panzerschlacht gegen die Amerikaner in Bastogne beteiligt war.
Möglich ist ein solches Unterfangen nur mit Hilfe der Eltern. Dass die Tour fast ausschließlich über länderübergreifende Radwege führte, war „Navigator“ Stefan Werner zu verdanken. Für kulinarische Köstlichkeiten sorgte Michael Kaufmann, der immer wieder ein überraschendes „Buffet“ in der herrlichen Landschaft aufgebaut hatte.
Und Teamarzt Dieter Schott hatte bei der ansonsten unfallfreien Tour doch einige Reifenschäden zu „operieren“.
„Das war eine klasse Tour mit einer faszinierenden Streckenführung“, begeisterte sich Vater Martin Renner, der mit Tochter Marie dabei war. Und Mutter Claudia Faber war nicht nur stolz und zufrieden über die eigene Leistung, sondern auch über das Erlebnis eines gelungenen generationsübergreifenden Gemeinschaftsprojekts.


Text: Norbert Noll
Foto: Martin Renner