Einer der diesjährigen Abiturienten des Anno-Gymnasiums, Alexander Aymans, schildert in einem Rückblick seine Erfahrungen zum Thema „Schule und Leistungssport – wie geht das?"

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Der Sport begann für mich 2011, als ich auf das Anno-Gymnasium wechselte und dort Mitglied der Radsport-AG wurde, welche unter der Leitung von Norbert Noll stand. Im Sommer ging es jede Woche aufs Rad und im Winter wurde ein Hallentraining für die Sportler angeboten. Unter Begleitung von Herrn Noll, auf den immer Verlass war und der uns viele seiner Erfahrungen im Radsport vermittelte, gab es viele Trainingseinheiten zum Beispiel ins Siebengebirge, womit er für viele Sportler unter anderem auch für mich Grundsteine legte für die spätere sportliche Entwicklung. Neben den Trainingseinheiten begleitete er uns zu Rennen in der Umgebung wie das Rennen in Ahrweiler an Ostern oder das Rennen an der Kölner Eigelsteintorburg. Auch das Schülerrennen in Köln Chorweiler stand jedes Jahr auf dem Plan, wobei die Anreise und der Transport von Rädern zu den Rennen stets gut von Herrn Noll und den Eltern organisiert wurden. Die Jahreshighlights waren die großen Touren nach Freiburg, Straßburg, an den Bodensee und sogar nach Mallorca, wohin es immer mit einer großen Gruppe von Fahrern ging. Auch durfte am Ende des Jahres die Abschlusstour nicht fehlen, bei der sämtliche Mitglieder und ehemalige Mitglieder der Radsport-AG gemeinsam zum Jahresabschluss eine Radtour durch die Umgebung machten mit einem gemütlichen Abschlussessen am Anno-Gymnasium danach. Ein großes Danke an Herrn Noll, ohne dessen Unterstützung und Einsatz diese Erlebnisse nicht möglich gewesen wären.

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Auf diesen Grundlagen baute ich nun auf. Oft auch schon neben den Einheiten der Rad-AG standen viele Trainingseinheiten ganz oben auf dem Terminplan. So kam ich mit 1-2 mal in der Woche Training auf der Radrennbahn in Köln oder in Kaarst, 2-3 mal pro Woche Training auf der Straße, Krafttraining und auch Wettkämpfen auf 5-6 Trainingseinheiten pro Woche. Dieser Aufwand kollidierte aber auch oft mit der Schule. Ich benötigte viele Beurlaubungen für Sichtungsrennen, Lehrgänge, Rundfahrten, Leistungstests und ärztliche Untersuchungen. Ich bedanke mich bei der Schulleitung, der Oberstufenleitung und bei den Lehrern für das Verständnis für den Sport und den Einsatz, um mir diesen reibungslos zu ermöglichen. Dadurch konnte ich an zahlreichen Rundfahrten und Wettkämpfen auch während der Schulzeit teilnehmen, wie der ‚Tour de Gironde‘, den Bundessichtungsrennen in Frankfurt (Oder), der Cottbus-Rundfahrt, den Hamburg Cyclassics, den ‚Driedaagsen van Axel‘ und vielen mehr.

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Durch den Sport habe ich zwar Fehlzeiten in der Schule gehabt, jedoch habe ich an Durchhaltevermögen, Ehrgeiz, Sozialverhalten und Teamgeist gewonnen und natürlich die Erfolge. Aber auch Niederschläge gehören zum Sport dazu, welche man dann hatte wegstecken müssen, um mit neuer Motivation ins nächste Training und den nächsten Wettkampf zu gehen. Auch wenn der Sport Schulzeit gekostet, hat mir dieser in meiner Schullaufbahn sehr geholfen.
Vielen Dank an das Anno-Gymnasium, ohne dessen Unterstützung meine sportliche Laufbahn nicht möglich gewesen wäre!


Text: Alexander Aymans
Fotos: Simon Esser, Herr Aymans