Eine quirlige Schar von Fünftklässlern läuft über den Gang. Oder sollte man besser sagen: hüpft und springt? Voller Energie und Tatendrang erkunden sie bei der Schulrallye ihr neues „Zuhause“ für die kommenden neun Schuljahre: das Bistro, die Kleinspielfelder, die Unterstufenbibliothek LiterAnno, den Raum des Hausmeisters, den Sanitätsraum, die Spielegarage, die Computerräume, den Ganztagsraum.

Daumenhoch

Aufgeregt und voller Erwartung saßen die nun fröhlich durch das Schulgebäude streifenden 141 Kinder am ersten Schultag in der Aula, um von Schulleiter Sebastian Kaas, seinem Stellvertreter Joachim Schneider, den beiden Unterstufenkoordinatoren Werner Henzgen und Werner Killmaier und der Ganztagskoordinatorin Angelika Schneider, den Vertretern der Schulpflegschaft und der SV sowie mit bunten Vorträgen der Jahrgangsstufen 6 und 7 begrüßt zu werden. Oder sollte man besser sagen: wieder begrüßt zu werden? Denn die neuen Schülerinnen und Schüler waren in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien schon einmal zum Kennenlernnachmittag eingeladen zusammen mit den Klassenleitungsteams, bestehend jeweils aus einer Lehrerin und einem Lehrer, sowie den Patinnen und Paten aus der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 10). Auch die Eltern konnten an diesem Nachmittag bereits erste Kontakte knüpfen.
Nun haben die Sextaner ihre erste Woche an der neuen Schule schon hinter sich und gehören dazu, als wäre es nie anders gewesen. Neben dem Fachunterricht, der bereits startete, hatten die Kinder viele Gelegenheiten, Zeit mit den neuen Mitschülern und vor allem den Klassenlehrern zu verbringen. Nicht nur die Schulrallye stand auf dem Programm der Einführungswoche, sondern auch ein gemeinsames Mittagessen und ein Sport- und Spielefest in der Vierfachturnhalle. Und ein Teil der Schülerinnen und Schüler konnte auch schon die in den Klassenräumen montierten großen Monitore und die neuen iPads bestaunen, die demnächst im Unterricht eingesetzt werden.
Der Stundenplan lässt Zeit für Besonderes: eine Chorstunde am Vormittag für alle Kinder und ein flexibles Angebot am Nachmittag im Ganztag mit seinen vielen Arbeitsgemeinschaften, Lernzeiten und Förderangeboten.
Und während ich noch darüber nachdenke, dass die Neuen schon gut in der Schulgemeinschaft angekommen und aufgehoben sind, hüpfen und springen sie wieder an mir vorbei, nun in die andere Richtung über den Gang zur nächsten Erkundungstour. Der Versuch, sie aufzuhalten, um zu fragen, wie es ihnen gefällt, misslingt, wenn man nicht mit über den Gang hüpft und springt. Ich hüpfe und springe also mit bis zu Ende des Gangs und erhalte tatsächlich noch eine Antwort auf meine Frage in Form von nach oben gestreckten Daumen, bevor die quirlige Schar im nächsten Treppenhaus verschwindet.

Cordula Engel