Am ersten Tag der Projektwoche hat die Klasse 6b einen Ausflug ins Stadtmuseum Siegburg gemacht. Dort erwartete uns ein Keramik-Workshop und eine Führung durchs Museum.
Nachdem die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt wurde, machte eine Gruppe als erstes die Stadtmuseumsführung und die andere den Keramik-Workshop und danach wurde getauscht. Als erstes habe ich die Stadtmuseumsführung gemacht.
Wir haben viel erfahren:
In den Brennofen passen ca. 3000-5000 Vasen oder Krüge. Man muss in den Ofen hineinkriechen, indem man die Klappe/Tür aufmacht und eine etwas kleinere Person (Lehrling) reinkriecht und dann alles ordentlich stapelt. Dann muss man den Ofen auf 1000 Grad erhitzen (dies kann ein paar Tage dauern). Da es früher kein Thermometer gab, mussten die Leute an den Farben der Flamme erkennen, ob es die richtige Temperatur hat.

  Keramikworkshop1Keramikworkshop2

Wird es zu heiß, dann werden die Vasen schwarz. Wegen der entstehenden Salzsäure litten viele Töpfer früher an Lungenbeschwerden.
Wenn die Grad-Zahl erreicht wurde, dann dauerte es eine Woche, bis die Vasen hart waren, und dann noch mal eine weitere Woche, bis sie wieder vollständig erkaltet waren.
In Siegburg wurden ca. 50.000 Vasen und Krüge pro Jahr hergestellt. Die Aulgasse ist für den Scherbenberg bekannt. Das ist ein Berg, wo viele kaputte Vasen hingeschmissen wurden, wie man bei Ausgrabungen entdeckte. Im Keramikworkshop durften wir einen Becher und eine Schüssel formen. Das war sehr schön und gar nicht so einfach, wie es aussah.


Text und Fotos: Pauline Vester, 6b