Kennst Du die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen? Weißt Du warum man zurzeit in Schulen in Portugal, Griechenland und Kroatien über das Anno-Gymnasium redet? Und was soll das Gerücht, dass wir alle Zwillinge haben?
Aber von vorne…alles begann mit einer Idee der Schülervertretung, welche durch freiwillige Abgabe von Plastikpfandflaschen in Spendencontainern Umweltprojekte finanziell unterstützt. Um das Bewusstsein des Plastikmüllproblems noch stärker in der Schulgemeinschaft zu vertiefen, entschied man sich nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass dieses global gewordene Problem nicht allein lokal, sondern nur durch internationale Zusammenarbeit gelöst werden kann dazu, sich auf internationaler Ebene Verstärkung zu suchen. Dies war die Geburtsstunde des europäischen eTwinning Projektes „Go Fish!“.
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Der Schülersprecher des Anno-Gymnasiums Felix Reinhardt betont, dass unser Verhalten heute unsere Zukunft mitbestimmen wird. „Wir können und müssen als Anno-Gymnasium ein Zeichen setzen. Aber um tatsächlich erfolgreich zu sein, brauchen wir eine europäische und internationale Vernetzung und Zusammenarbeit.“  Verantwortlich für die Koordination des Projekts am Anno-Gymnasium ist Erdkundelehrer Achim Werner. Akteure im eTwinning-Projekt sind fünf europäische Schulen in Portugal, Griechenland, Kroatien und Deutschland.  Mehr als 250 Schüler beteiligen sich an verschiedenen Aktivitäten zum Thema „Anreicherung von Mikroplastik in den Ozeanen, Meeren und Flüssen“, welche unter anderem auch eine Strand-/ bzw. im Bereich Siegburg eine Uferreinigung der Sieg und des Rheins beinhalten. Im Rahmen des europäischen Netzwerkes kommunizieren die Schülerinnen und Schüler direkt miteinander und trainieren hierdurch ganz nebenbei nicht nur ihre Englischkenntnisse, sondern auch ihre Medien- und interkulturelle Kompetenz. Aktiv und gemeinsam etwas für nachhaltigen Umweltschutz tun zu können, ist bekanntlich motivierender und damit auch erfolgsversprechender, als ein passiver und ausschließlich auf persönlichem Verzicht beruhender Ansatz. Wenn man dann noch die Erfahrung macht, dass es europäische Gleichgesinnte entlang des Wasserkreislaufs gibt, macht die Sache noch mehr Sinn und Spaß. Die Projektarbeiten werden im Rahmen der Europawoche Anfang Mai unter anderem auf der Schulhomepage und im Anno-Gymnasium ausgestellt werden.
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Die eTwinning-Aktion fördert die Zusammenarbeit zwischen Schulen in Europa mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien. Teil der Agenda ist, das Bewusstsein für das europäische Modell einer mehrsprachigen und multikulturellen Gesellschaft zu fördern. Derzeit sind 206.314 Schulen in 104.328 Projekten aktiv.

Text: Achim Werner
Fotos: Cordula Engel