Zum zweiten Mal war die Konrad-Adenauer-Stiftung am Anno-Gymnasium zu Gast, um mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 die Digital-Akademie zu veranstalten.
Was erwartete die Jugendlichen?
Die sozialen Medien prägen den Alltag aller Jugendlichen und erweitern die Möglichkeiten, Botschaften über das Netz zu verbreiten. Die meisten Schülerinnen und Schüler sehen darin vor allem Chancen und einen Spielplatz der Möglichkeiten. Wir wissen aber, wie fragwürdig und manipulativ der Wahrheitsgehalt vieler Nachrichten sein kann. Außerdem nutzen extremistische Organisationen das Netz zur Einflussnahme – oft konsequenter und subtiler als demokratische Organisationen. Und nicht zuletzt ist das Netz ein Feld für Hassbotschaften und Mobbing, womit schon einige Jugendliche Erfahrungen machen mussten. Wie bewegt man sich also sicher und trotzdem mit Spaß durch die Netzwelten?

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Die Digital-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung hilft Schülerinnen und Schülern, den Durchblick in der digitalen Welt zu behalten.
Bei den Schüler-Akademien geht es um den richtigen Umgang mit Fake News, um Rechte und Pflichten im Netz und um Extremismus-Prävention.

Spannend waren für die Jugendlichen die drei Tage aber auch deshalb, weil hier nicht nur über soziale Medien gesprochen und vor Gefahren gewarnt wurde, sondern weil die Schülerinnen und Schüler selbst praktisch tätig werden konnten mit der Unterstützung von Experten, die z.B. selbst YouTuber sind oder regelmäßig im Netz eigene Produkte verbreiten. So lernten die Jugendlichen darüber hinaus die Branche und die dahinterliegenden Mechanismen kennen und produzierten am Ende die Inhalte für die verschiedenen Plattformen gleich selbst.

Diese Produkte und Ergebnisse wurden am letzten Tag bei der Abschlussveranstaltung in der Aula der Schule präsentiert. Das gemeinsame inhaltliche Grundthema war dabei die Positionierung gegen Diskriminierung jeder Art und für mehr Toleranz in der Gesellschaft bzw. konkret im Schulleben. Und diese Ergebnisse konnten sich sehen lassen! Instagram-Stories, Podcasts und kleine Videos über Handy und TikTok zeigten die lebensnahe Umsetzung des Themas aus der Sicht der Jugendlichen und aus ihrer Lebenswelt heraus.

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Darüber freute sich am Ende auch das Team von der Konrad-Adenauer-Stiftung und erfüllte die Jugendlichen, deren Produkte viel Applaus bekamen, mit Stolz. Besonders nahe ging dabei, dass einige Jugendlichen ihre eigenen Erfahrungen öffentlich machten, um anderen mit ihren Filmen Mut zu machen und zu helfen. Das wurde im Publikum mit viel Respekt und Achtung aufgenommen worden.

Die Digital Akademie sollte auch in Zukunft ein Baustein des Anno-Gymnasiums sein, dass das Engagement gegen Extremismus, Rassismus und Diskriminierung nicht nur auf dem Papier steht, sondern dass sich bei den Schülerinnen und Schülern ein entsprechendes Bewusstsein entwickelt und festigt. Dieses Jahr ist das überzeugend gelungen.