Nach drei Jahren ohne Austausch mit dem Lycée Blaise Pascal in Charbonnières-les-Bains bei Lyon war es dieses Jahr endlich wieder soweit. Mitte März bekamen wir Besuch von vierzehn Schülerinnen und Schülern aus Frankreich.

 

Obwohl es Coronafälle gab, hielt uns dies jedoch nicht davon ab, die geplanten Ausflüge, unter anderem nach Bonn und Aachen, in vollen Zügen zu genießen. Die Franzosen und Französinnen erhielten einen Einblick sowohl in unseren Schulalltag hier am Anno als auch in das Leben einer deutschen Familie, und nach ihrer Abfahrt erwarteten wir unsere eigene Reise mit Freude.

 

Etwa zwei Monate später war es dann soweit. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Deutschen Bahn (was auch sonst?) kamen wir nach rund sieben Stunden Zugfahrt am Bahnhof Lyon Part-Dieu an, wo wir von unseren Austauschpartnerinnen und -partnern und ihren Eltern empfangen wurden. Nach dem anstrengenden Reisetag kam es wie gerufen, dass der nächste Tag erst einmal Möglichkeit bot, sich in den Gastfamilien einzuleben und Zeit mit ihnen zu verbringen. Am Donnerstag starteten wir gemeinsam mit einem Besuch des Musée d'Art et d'Industrie in Saint-Etienne, gefolgt von einer Besichtigung des Bergbaumuseums, wo wir uns unter Tage ein wenig abkühlen konnten.

Der strahlend blaue Himmel, so viel Glück wir mit dem Wetter während der Woche auch hatten, führte doch dazu, dass der ein oder andere mit Sonnenbrand zurückkehrte. Freitag lernten wir die Schule in Charbonnières-les-Bains kennen, wo wir mit einem petit-déjeuner begrüßt wurden und uns anschließend in der Tandemarbeit untereinander austauschen konnten. Das Wochenende stand dann jeder Familie frei zur Verfügung, sodass zahlreiche verschiedene Aktivitäten unternommen wurden, von einem Ausflugstag in Lyon, bis hin zu einem Besuch im Kletterwald (ich zittere jetzt noch). Unser letzter gemeinsamer Tag, der Montag, war geprägt von einer Führung durch die Lyoner Altstadt mit Madame Dogas, die unserer Schule schon seit Jahren die Lyoner Geschichte näherbringt und uns durch die sogenannten Traboules begleitete.

Am nächsten Morgen war es schließlich Zeit, sich zu verabschieden. Dies fiel kaum jemandem leicht, sodass auch die ein oder andere Träne floss und Pläne für einen erneuten Besuch in den Ferien geschmiedet wurden. Diese Woche in Frankreich war für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis, bei dem zahlreiche neue Erfahrungen gesammelt, bei dem ein oder anderen (hoffentlich) auch die Französischkenntnisse aufgebessert und Freundschaften geknüpft wurden, die auch nach der Rückkehr nach Deutschland noch lange bestehen werden. Wir alle sind unglaublich dankbar, dass wir diese Chance erhielten und dass Frau Seifert und Frau Scholtes, die uns auf dieser Reise begleiteten, uns diese überhaupt erst ermöglichten.

Merci!


Lina Bach, EF (für die ganze Gruppe)