Traditionelle Kyōkoma mit dem letzten Meister seines Fachs

Eine ganz besondere Begegnung mit japanischer Kultur erlebten in dieser Woche die Klasse 5b sowie ein Kunstkurs der Q1 am Anno. Zu Gast war der Kunsthandwerker Nakamura Yoshiyuki aus Kyoto, der mit den Schülerinnen und Schülern traditionelle Kyōkoma herstellte.

Kyōkoma sind kunstvoll gefertigte japanische Kreisel mit einer jahrhundertealten Tradition. Anders als viele andere Kreisel werden sie nicht aus Holz geschnitzt, sondern aus farbigen Stoff- und Baumwollbändern um einen Bambuskern gewickelt. Diese aufwendige Technik stammt aus Kyoto und ist ein bedeutender Teil des traditionellen japanischen Kunsthandwerks.

Besonders bemerkenswert ist, dass Herr Nakamura heute als letzter verbliebener Kyōkoma-Meister Japans gilt. Mit großem Engagement setzt er sich dafür ein, diese einzigartige Handwerkskunst zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben.

Unter seiner Anleitung fertigten die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Kreisel an. Dabei waren Geduld, Geschick und Kreativität gefragt. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Es entstanden zahlreiche individuelle und farbenfrohe Unikate. Natürlich wurden die fertigen Kreisel anschließend auch ausprobiert, sodass die Teilnehmenden die besondere Funktionsweise ihrer selbst gefertigten Kunstwerke direkt erleben konnten.

Der Workshop bot nicht nur die Möglichkeit, ein außergewöhnliches Handwerk kennenzulernen, sondern auch einen unmittelbaren Einblick in die japanische Kultur. Für alle Beteiligten war es eine spannende und bereichernde Erfahrung, die viel Freude bereitet hat und sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Nakamura für seinen Besuch und die inspirierenden Einblicke in eine faszinierende Tradition aus Kyoto.