Der rote Teppich kündigte Bedeutendes an: Die Preisverleihung für die Filmschaffenden aus dem FDG-Kurs von Christiane Jost und Tim Schmitz-Porten sollte ein besonderer Abend werden, mit festlichem Ambiente und großer Robe. Dazu kamen sie mit ihren Freunden, Familien und Gästen in die Aula. Und es war dann auch ein ergreifender Moment, als die jungen Menschen, schick gemacht und aufgeregt, die Aula betraten.
Der Abend, der bereits zum 12.Mal stattfand, wurde musikalisch umrahmt von der Schulband TGIF unter der Leitung von Felix Storch. Aber im Mittelpunkt standen die Präsentation der Filme und die anschließende Verleihung der Filmklappen in Gold.
Der Film „OUT OF FRAME“ holte die Zuschauenden an einem ganz normalen Tag ab und verstörte zunehmend mit ungewöhnlichen Ereignissen und Bildern. Die Jury würdigte die Kameraführung und die variantenreichen Perspektiven, die die Geschichte gezielt bis an ihr dramatisches Ende führen. Dafür gab es die Filmklappe in Gold für die beste Kamera.
Ins Chaos führte dann das Experiment im gleichnamigen Film. Er wurde mit dem Preis für das beste Szenenbild ausgezeichnet. Das Setting unterstütze die Story humorvoll und überzeuge durch die Chaosbilder im Chemieraum und die Gruselelemente im Flur, so die Jury.
Eine Mischung aus Krimi und Komik zeigte der Film „Die Schwärze hinter dem silbernen Licht“. Für den kreativen und präzisen Schnitt, der nicht nur Spannung, sondern auch Komik erzeugt, erhielt der Film den Preis für den besten Schnitt.
Den Umgang mit den eigenen Ängsten thematisierte der Film „Besieg deine Angst“. Er zeigt, wie aus einem scheinbar harmlosen Spiel ein Horrortrip wird. Dafür bekam er die Filmklappe in Gold für das beste Drehbuch. Die Jury lobte, dass die Story schlüssig auf das Ziel hin erzählt sei und die Zuschauenden immer in Spannung gehalten werden. Außerdem erhielt Freda de Louwere den Preis für die beste Schauspielleistung für ihre authentische Darstellung der Höhenangst und der aufsteigenden Panik, mit der sie auch das Publikum in besonderer Weise beeindruckte.
Der letzte Wettbewerbsbeitrag war der Thriller „Blackout“, der völlig ohne Dialoge auskommt und neben den Bildern über Musik und Töne seine Inhalte vermittelt. Dafür bekam er dann auch die Filmklappe in Gold für den besten Ton und die beste Musik wegen dergeschickt ausgewählten Sounds und der passenden Musik, die den Spannungsbogen und den dramatischen Höhepunkt gestalteten.
An dem Abend beeindruckte die Gäste, wie kreativ, kompetent und technisch versiert die Jugendlichen filmische Ideen entwickeln und umsetzen können. Damit wurde auch deutlich, welche hohe Qualität der FDG-Kurs am Anno hat, wo der Filmnachwuchs eine gute Anleitung bekommt, das Handwerk lernt sowie engagiert seine Ziele verfolgt.
