27. Januar: Worum geht es heute? 

Der 27. Januar ist der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und steht in Deutschland als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Er erinnert daran, was Menschen anderen Menschen antun können, und fordert uns auf, wachsam gegenüber Hass, Vorurteilen und Ausgrenzung zu bleiben. 

Am Anno-Gymnasium ist Erinnerungskultur Teil des Schullebens: Es gibt Projekte, Aktionen und Exkursionen. In den letzten Jahren haben Schülerinnen und Schüler Gedenkstättenfahrten nach Weimar und Erfurt unternommen und dort unter anderem die Gedenkstätte Buchenwald sowie das Museum „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ besucht. Solche Fahrten werden vorbereitet und nachbereitet, damit die Begegnungen mit Zeitzeug:innen und Orten nachhaltig wirken.  

Warum das für euch wichtig ist 

  • Konkrete Orte zeigen Geschichte: Gedenkstätten machen deutlich, dass es keine abstrakten Zahlen sind, sondern Menschen mit Namen, Familien und Geschichten. 
  • Eigenes Urteil bilden: Durch Vorträge, Workshops und Begegnungen mit Zeitzeug:innen lernt ihr, kritisch zu denken und Manipulation zu erkennen. 
  • Verantwortung übernehmen: Erinnerung heißt auch, im Alltag gegen Ausgrenzung einzuschreiten. 

Stimmen von Überlebenden 

Zeitzeug:innen geben der Erinnerung ein Gesicht. Naftali Fürst, Überlebender von Buchenwald, der bereits an unserer Schule zu Gast war, mahnt: 

„Es sind nur noch wenige von uns übrig. Bald werden wir den Staffelstab des Gedenkens endgültig an Sie weitergeben.“  

Dieses Zitat erinnert daran, dass die Verantwortung für das Erinnern jetzt an die jüngeren Generationen übergeht. 

Auch in unserer Heimatstadt spielt Erinnerung eine Rolle: Das Anno-Gymnasium steht in einer langen lokalen Tradition und arbeitet mit städtischen Angeboten zusammen, um lokale und überregionale Geschichte zu verknüpfen. Erinnern beginnt hier vor Ort — in Projekten, Ausstellungen und im Unterricht.  

Für das kommende Schuljahr ist wieder eine Gedenkstättenfahrt geplant. Ziel, Programm und Teilnahmebedingungen werden rechtzeitig über die Schule bekanntgegeben. Wer Interesse hat, kann sich frühzeitig bei der AG Erinnerungskultur melden; Vorbereitungstreffen sind Teil der Fahrt, damit die Begegnungen sinnvoll und nachhaltig sind. 

Ein Video zu einer unserer Gedenkstättenfahrt findet ihr hier:

Informiert euch, beteiligt euch an den Angeboten der Schule und tragt die Erinnerung weiter, denn:  

Gedenken ist kein Rückblick allein, sondern eine Aufgabe für die Gegenwart