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Stars und Sternchen im Stadtmuseum Siegburg – Der Kurs „Filmen, Darstellen und Gestalten“ des Anno-Gymnasiums präsentierte seine Jahresproduktionen

Ein roter Teppich nicht in Cannes, sondern in Siegburg? Vor dem Stadtmuseum war er ausgerollt, um der Filmpreisverleihung des Kurses „Filmen, Darstellen und Gestalten“ des Anno-Gymnasiums einen würdigen und glamourösen Rahmen zu geben, und er lockte einige Schaulustige an.

Das Stadtmuseum, eigentlich Ausweichort, an dem die Veranstaltung aufgrund der Schließung der Aula des Anno-Gymnasiums verspätet, aber doch noch stattfinden konnte, erwies sich als Glücksfall. Und so konnten die unterrichtenden Lehrkräfte Christiane Jost und Götz Maier-Dörner die Nachwuchsfilmemacherinnen und -macher und ihre Familien und Freunde vor dem Stadtmuseum am roten Teppich empfangen, um die Filmpreisverleihung des FDG-Kurses in festlichem Ambiente zu beginnen.

Die Veranstaltung wurde musikalisch von der Schulband TGIF, die von Felix Storch geführt wird, eingeleitet. Es folgten vier beeindruckende Kurzfilme zum Thema „Wo ist hier der Notausgang“, die durch eine sehr unterhaltende Moderation von Johanna Eyckmanns und Maksim Bartel umrahmt wurden.

„Gibt es hier einen Notausgang?“ Mit dem diesjährigen Leitthema assoziiert man in der Regel zunächst einmal Gefahr, aber dann auch die darauffolgende Rettung aus selbiger. Die Filmteams des Kurses allerdings warfen einen anderen Blick auf eine solche Notsituation und beschäftigten sich eher mit Fragen wie: „Was befindet sich hinter einem Notausgang?“ oder „Ist der Ort hinter dem Ausgang wirklich der bessere und sicherere?“ Die Titel der vier diesjährigen Filme – „Was passiert hier?“, „Sprich“, „Das Spiel der Räume“ und „The Upside Down“ – weisen schon darauf hin, dass die Antworten eher pessimistisch ausfielen. So konnte man die Spannung im Saal förmlich knistern hören, wenn eine Mörderin mit ihrer Tat konfrontiert wird, die beste Freundin sich in ein Horrorwesen verwandelt oder aber auch der Gang durch die Schule ungeahnt zum gruseligen Erlebnis wird.

Der spannende Höhepunkt des Abends war der Moment, in dem die Filmklappen in Gold überreicht wurden. Hier konnte „Sprich“ gleich drei Preise abräumen: Beste Kamera, Bester Schnitt und mit Ronja Pini die Kategorie Beste Schauspielerin. Sehr gut schnitt auch das Team von „Das Spiel der Räume“ ab mit vier Nominierungen und den beiden Preisen Bester Ton und dem Sonderpreis der Jury

für die besonders aufwändige Ausstattung des Films. Doch auch „The Upside Down“ und „Was passiert hier?“ glänzten in der Kategorie, die jeder gute Film notwendigerweise zur Grundlage haben muss: Eine gute Story. Und so vergab die Jury an beide Teams die Filmklappe für Die beste Story.

Allen Gruppen gelang es durch den Einsatz von Ton, Schnitt und Kamera fesselnde Kurzfilme zu erstellen, die den einen oder anderen Schreckensmoment für die Zuschauenden bereithielten.

So fiel es dem Publikum auch nicht leicht, eine Siegergruppe zu wählen, die den begehrten Publikumspreis erhalten sollte. Am Ende bekam der Film „Sprich!“, in dem es um die Aufdeckung einer Mörderin geht, das Votum des Publikums und das Team konnte so einen weiteren Preis entgegen nehmen.

Die Schülerinnen und Schüler des Kurses waren sehr stolz auf ihre Ergebnisse und bedankten sich bei ihren Lehrkräften dafür, dass sie in einem Jahr so viele spannende Dinge erlernen durften. Den glanzvollen Abend beschloss noch einmal die Band und überwältigte das Publikum zusammen mit Sophia Donez und Sophie Heinze, die im Duett „A Million Dreams“ sangen.

Patrizia Koll und Christiane Jost