Glanzlichter am Anno – Leistungen, die leuchten​

Mit einer festlichen Ehrungsveranstaltung würdigten wir am Anno außerunterrichtliches Engagement unserer Schülerinnen und Schüler. Unter dem Titel „Glanzlichter am Anno-Gymnasium – Leistungen, die leuchten“ wurden in der Aula mehr als 100 Jugendliche für ihren besonderen Einsatz ausgezeichnet – ein Abend voller Anerkennung, Stolz und spürbarer Wertschätzung.

Bereits vor Beginn der Feier bot eine Ausstellung im Foyer Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der Schülerschaft. In der Aula versammelten sich anschließend nicht nur die geehrten Schülerinnen und Schüler, sondern auch Eltern und Angehörige, Lehrkräfte sowie Gäste aus Politik und Öffentlichkeit. Damit beschritten wir bewusst neue Wege: Während Ehrungen früher am letzten Schultag vormittags und ohne Eltern stattfanden, wurde nun ein feierlicher Abendrahmen gewählt. Die Veranstaltung soll künftig zu einer festen Institution im Schulleben werden.

Die stellvertretende Schulleiterin Frau Engel eröffnete den Abend mit einer eindrucksvollen Rede, in der sie erläuterte, warum die Veranstaltung bewusst den Titel „Leistungen, die leuchten“ trägt. In einer Schule, so führte sie aus, sei oft von Leistung die Rede – von Überprüfungen, Noten, Potenzialen und Konzepten. An diesem Abend gehe es jedoch um mehr als Ziffern auf Papier. Zwar gebe es viele Schülerinnen und Schüler, die auch in den klassischen Schulfächern hervorragende Leistungen erbringen, im Mittelpunkt stünden jedoch jene Leistungen, die über den Unterricht hinausgehen: Leistungen in Disziplinen, die im schulischen Fächerkanon nicht vorgesehen sind, in Spezialgebieten einzelner Fächer oder in Bereichen, die sich gar nicht messen lassen, etwa im sozialen, medizinischen, sportlichen oder karitativen Engagement.

Gerade diese „Glanzlichter“ wolle die Schule sichtbar machen, betonte sie – nicht, um zu bewerten, sondern um Wertschätzung zu zeigen. Viele dieser Leistungen würden im Alltag schnell als selbstverständlich wahrgenommen, seien es funktionierende Sportangebote, jederzeit einsatzbereite Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter oder das Engagement für Menschen in anderen Ländern. Doch selbstverständlich sei all dies keineswegs. Die Ehrung solle deutlich machen, welchen Wert dieses Engagement für die Schulgemeinschaft und darüber hinaus habe.

Durch das abwechslungsreiche Programm führte Frau Grande, Koordinatorin der Begabtenförderung am Anno. Mit Souveränität, großer Herzlichkeit und sichtbarer Freude verlieh sie dem Abend eine besondere Atmosphäre. Der Schulleiter Herr Kaas kam immer wieder auf die Bühne und unterstrich in seinen Worten, wie wichtig es ihm sei, Begabungen auf breiter Ebene zu fördern und jungen Menschen Raum zu geben, ihre Talente zu entfalten. Er sei sehr stolz auf seine Schülerinnen und Schüler am Anno.

Ein zentraler Programmpunkt waren die Ehrungen im Rahmen von LemaS – Leistung macht Schule. In den Bereichen MINT and Science, Mythos und Sprache: Geheimnisse der antiken Welt sowie Gesellschaft in Kunst und Kultur arbeiteten Schülerinnen und Schüler ein Jahr lang in Kleingruppen und profitierten von einer intensiven Mentoringförderung. Darüber hinaus wurden Jugendliche ausgezeichnet, die parallel zur Schulzeit ein Schülerstudium an der Universität Bonn absolviert hatten. Großen Applaus erhielten auch die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler, die beim naturwissenschaftlichen Wettbewerb Heureka ganz hervorragende Ergebnisse erzielten.

Wie vielfältig Engagement am Anno gelebt wird, zeigten zahlreiche weitere Ehrungen:
Die Denkfabrik, ein offenes und freiwilliges Gremium aus Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften, erarbeiten in monatlichen Treffen Projekte zur Schulentwicklung. Die Spielegarage organisiert eigenständig die Ausleihe von Spielgeräten und sorgt so für mehr Bewegung und Begegnung auf dem Schulhof. Die Sporthelferinnen und Sporthelfer ermöglichen mit ihrem Einsatz zahlreiche sportliche Veranstaltungen im Laufe des Schuljahres – ihr Engagement ist so anerkannt, dass sogar andere Schulen Anfragen stellen.

Mit viel Kreativität setzt sich das Team Europa für den europäischen Gedanken und interkulturelle Zusammenarbeit ein und gestaltet unter anderem den jährlichen Europatag. Eng damit verbunden ist die Pflege der Städtepartnerschaft zwischen Siegburg und Nogent-sur-Marne, die zuletzt durch die Teilnahme an einem gemeinsamen Lauf in Frankreich lebendig wurde. Unverzichtbar für jede Veranstaltung in der Aula ist seit vielen Jahren die hervorragende Technik-Gruppe unter der Leitung von Herrn Storch. Ein besonderer Dank galt an den Abend zudem dem Team der Indienhilfe, die seit vielen Jahren durch Spendenaktionen die Arbeit von der Siegburger Indienhilfe e. V. unterstützen und ein Kinderheim nachhaltig fördern. Als tägliche Stütze des Schulalltags wurden schließlich die Schülerinnen und Schüler des Sanitätsdienstes geehrt, die jederzeit einsatzbereit sind und Verantwortung für die gesamte Schulgemeinschaft übernehmen.

Musikalisch wurde der Abend auf hohem Niveau begleitet: Kim-Marie Weinberg eröffnete den künstlerischen Teil mit einer Klaviersonate von Mozart. Anschließend begeisterten Jan Kannengießer (Q1) und Julie Kornfeld mit einem Klavier-Saxophon-Duett von „Don’t Stop Me Now“. 

Beim anschließenden gemütlichen Ausklang im Foyer sorgten Schülerinnen und Schüler der Q1 mit einem leckeren Buffet für das leibliche Wohl. In entspannter Atmosphäre klang ein Abend aus, der eindrucksvoll zeigte, wie viel Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Herzblut in der Schülerschaft des Anno steckt.

Ergänzend wurde an diesem Abend deutlich gemacht, dass die „Glanzlichter“ bewusst Teil eines erweiterten Ehrungskonzepts sind. Auch künftig wird es zum Ende des Schuljahres eine zweite Ehrungsveranstaltung geben, in der insbesondere Leistungen gewürdigt werden, die im schulischen Kontext – etwa mit Blick auf die Erprobungsstufe – eine besondere Rolle spielen. Die Aufteilung auf zwei Feiern ermöglicht es dem Anno, allen Formen von Leistung und Engagement gerecht zu werden, ihnen mehr Raum zu geben und sie bewusster wahrzunehmen. Schülerinnen und Schüler, die an diesem Abend nicht als „Glanzlicht“ auf der Bühne standen, werden bei der zweiten Veranstaltung ihren Platz finden – ein deutliches Zeichen dafür, dass Wertschätzung an der Schule nicht punktuell, sondern ganzheitlich verstanden wird.

Die Premiere der „Glanzlichter“ machte deutlich: Leistungen leuchten dort besonders hell, wo sie gesehen und wertgeschätzt werden.